Embedded-Hersteller Technische Dokumentation

Technische Dokumentation für Embedded-Hersteller

Rechtsgrundlage
Art. 31, Anhang VII CRA
Frist
Frist: 11. Dezember 2027
Hinweis: Diese Information ist eine indikative Einschätzung auf Basis der EU-Verordnung 2024/2847 und ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlichen Fragen wenden Sie sich bitte an einen spezialisierten Anwalt.

Was Sie wissen müssen

Technische Dokumentation im Embedded-Hersteller: Was der CRA konkret fordert, typische Herausforderungen und erste Schritte — branchenspezifisch erklärt.

Technische Dokumentation nach Anhang VII CRA

Die technische Dokumentation nach Anhang VII CRA ist das zentrale Nachweisdokument für CRA-Konformität. Sie muss vor dem Inverkehrbringen vollständig vorliegen und 10 Jahre nach Vertriebsende aufbewahrt werden.

Konkrete Anforderungen nach CRA:

  • Allgemeine Beschreibung des Produkts und seiner Verwendung
  • Cybersicherheits-Risikoanalyse (Anhang I Teil I CRA)
  • Sicherheitsanforderungen und Schutzmaßnahmen
  • SBOM (Anhang I Teil II Nr. 1)
  • Konformitätsbewertungsverfahren und -ergebnisse
  • EU-Konformitätserklärung
  • Update-Zeitraum und -Prozess

Warum ist Technische Dokumentation für Embedded-Hersteller besonders relevant?

Die CRA-Dokumentation für Embedded-Produkte muss die Hardware-Software-Schnittstelle beschreiben: Welche Kommunikationsschnittstellen existieren (UART, SPI, I2C, CAN, Ethernet), welche davon sind von außen erreichbar, und wie werden sie abgesichert? Besonders bei Industrial-Ethernet-Protokollen (Profinet, EtherNet/IP) sind die Angriffsvektoren zu dokumentieren.

Typische Herausforderung

Embedded-Dokumentation ist oft in Schaltplänen und Datenblättern verstreut — die CRA-Dokumentation erfordert eine narrative Sicherheitsbeschreibung, die über technische Spezifikationen hinausgeht.

Besonderheiten im Embedded-Hersteller

  • Physische Angriffsvektoren (JTAG, UART) müssen in Risikoanalyse bewertet werden
  • OTA-Update-Mechanismus ist für viele Embedded-Produkte eine neue Anforderung
  • Als Komponente verbaut: Pflichten liegen beim Komponentenhersteller UND beim Gerätehersteller

Erste Schritte zur Umsetzung

  1. 1

    Dokumentenstruktur nach Anhang VII anlegen

  2. 2

    Produktbeschreibung und Verwendungszweck ausformulieren

  3. 3

    Cybersicherheits-Risikoanalyse durchführen und dokumentieren

  4. 4

    SBOM integrieren (automatisiert aus CI/CD)

  5. 5

    Konformitätsbewertung durchführen (Selbstbewertung oder Notified Body)

  6. 6

    Dokumentation 10 Jahre aufbewahren, bei Änderungen aktualisieren

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Nächster Schritt

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Quellen: EU-Verordnung 2024/2847 (Cyber Resilience Act), veröffentlicht im Amtsblatt der EU am 20. November 2024. Rechtsgrundlage: Art. 31, Anhang VII CRA.

Kein Rechtsrat: Diese Seite stellt keine Rechtsberatung dar. Für verbindliche Einschätzungen konsultieren Sie bitte einen Fachanwalt für IT-Recht.